Während ich heute meinen Sonntag damit verbrachte, durch das Schlupfloch eines Buches in andere Welten zu reisen, hätte ich mich nicht gewundert, hätte ich dort eine Inschrift gefunden die besagt hätte: "Ich war hier. Prinzessin Sarah 1985." Da entspann sich eine Welt, die ich schon kannte, die ich aber glaubte, vergessen zu haben. Aber dadurch, dass mir alte Bekannte wie Rotkäppchen, der böse Wolf und Dornröschens Schloss in diesem wunderbaren kleinen Film wieder über den Weg liefen, waren da auf einmal wieder diese Kleinigkeiten, die schon als kleines Mädchen in meiner Fantasie herumgeschwirrt sind. Und ich wusste plötzlich: "Hier war ich schon öfter."
Es ist wirklich schön in meiner Fantasie. Und bin ich erstmal da fühl ich mich dort sehr wohl und zu Hause. Würde da ein Prinz des Weges geritten kommen, auf der Suche nach der Möglichkeit zu einer Heldentat, könnte ich ihm immer noch sagen: "Rapunzel...hm...warten sie. Also da drehen sie am besten um, folgen dem Weg bis zu der Eiche, die aussieht wie eine Teekanne, da biegen sie links ab und an der nächsten Weggabelung wählen sie den rechten Weg und dann reiten sie geradewegs draufzu. Nichts zu danken! Alles Gute!" Heute brauche ich allerdings meistens jemanden, der mich leitet, damit ich in dieses Reich zurückfinde. Wie selbstverständlich einfach dort zu sein, wie das die kleine Tagträumerin in mir früher ständig getan hat, das geht nicht mehr so leicht.
Ganz passend dazu heißt das Buch, das mich heute in dieses Land zurückgeführt hat "Das Buch der verlorenen Dinge". Wobei, verloren habe ich diese Dinge noch nicht. Und Bücher wie diese erinnern mich immer wieder daran, dass ich sie auch nicht verlieren möchte.