Mittwoch, 9. November 2011

Poesie

Gerade saß ich hier einfach auf Sofa rum und schaute einfach so ein bisschen im Internet. Weil der Fernsehtechniker heute morgen da war und ich überprüft hatte, ob jetzt auch alles wieder vernünftig läuft, war das Programm einfach so auf EinsFestival hängengeblieben. Es lief so nebenbei. Ein bisschen hellhörig war ich zwischendurch geworden, weil der Mann, über den in der Sendung "Stilbruch" berichtet wurde, mir irgendwie charismatisch erschien. Aber trotzdem hab ich nicht hingeguckt. Bis ein Satz fiel:

"Wo ich lebe, da will ich nicht sterben, aber wo ich sterbe, da will ich nicht hin: Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin." (Thomas Brasch)

Wenn mir jetzt einer sagen würde: "Erkläre mir den Satz." oder "Sag es anders." dann würde ich sagen: Besser kann man es nicht sagen. Poesie ist, wenn man das Verstehen nicht mehr denkt, sondern fühlt. Un das muss unmittelbar geschehen. Aus dem "Jetzt" heraus. Würde man es zu erklären versuchen, wäre es keine Poesie mehr.

Über diesen Mann muss ich unbedingt noch mehr erfahren.